Aquarienregal

Energiesparendes Aquarium

Es ist das Thema schlechthin aktuell – in Zeiten von immer weiter steigenden Energiekosten fragt sich auch der angehende Züchter / Aquarianer: Was kann ich tun, um ein Aquarium möglichst energiesparend zu betreiben ? Wie teuer ist ein Zuchtaquarium ?

Ich selbst betreibe nunmehr über 50 Becken mit dem hier folgenden Ansatz:

Ein Aquarium braucht folgende Dinge um nachhaltig stabile Wasserwerte zu erzielen (insbesondere bei einer Zucht mit entsprechender Fütterung):

  1. Ein Filtersystem
  2. Licht (für Fische und Pflanzen)
  3. Eine Heizung für die passende Temperatur

Das Filtersystem

Becken mit Mattenfilter und Bohrung

Das Filtersystem besteht bei mir aus einer Filtermatte (20 ppi) die mittels eingeklebten Plastikwinkelschienen (2,5 cm) am hinteren Beckenende befestigt ist. Die Filterung erfolgt durch eine Pumpe mit einem Watt Leistung. Ich betriebe dieses Pumpe bis zu einer Beckengröße von 54 Litern. Somit ist der permanente Stromverbrauch für diese Komponente lediglich bei ca. 720 Wattstunden oder 0,72 kwh im Monat.

LED-Lampen

Das Licht

Hier sollte auf jeden Fall eine LED zum Einsatz kommen. Bei mir überdeckt eine LED sogar mehrere Becken, dass senkt die Betriebskosten pro Becken. So betreibe ich über 5 Becken eine 18 Watt-LED. Das sind pro Becken 3,6 Watt bei 8 Stunden pro Tag somit 28,8 Wattstunden bzw. ca. 0,87 kwh im Monat.

Die Heizung

Bei mehreren Becken macht m.E. nur eine entsprechende Raumheizung Sinn. Mein Zuchtraum wird auf 22 °C aufgeheizt. Dabei halte ich die älteren Tiere eher in den unteren Becken und die Jungen (die bei mehr Wärme besser wachsen) eher oben. Da ich selbst diese Temperatur als angenehm empfinde sind mir keine Mehrkosten entstanden. Im Weiteren gibt auch die kleine Pumpe Wärme ab, so dass die Temperatur in den Becken immer oberhalb der 22 °C liegt. Bei einzelnen Becken kann aber auch der Einsatz eines Stabheizers sinnvoll sein…

Heizstab

Was kostet ein Heizstab an Energie ?

Ein ordentlich dimensionierter Heizstab läuft gar nicht so lange wie man denkt, hinzu kommt, dass hier der Standort (kalter Raum oder warmer Raum) für die Kosten entscheidend ist. Bei bis zu 40 Liter reicht ein Heizstab mit 25 Watt aus, bis 80 Liter dann schon eher 50 Watt. Bei 2 Stunden Heizdauer ergibt sich dann bei 50 Watt schon 100 Wattstunden am Tag bzw. 3 kwh pro Monat. Es ist zu erkennen, dass eine Raumheizung bei zunehmender Beckenanzahl immer die bessere Wahl ist.

Nimmt man die Kosten nun zusammen, wird neben den Kosten für regelmäßige Wasserwechsel ein beispielhafter Verbrauch von lediglich ca. 1,6 kwh pro Monat ohne weitere Heizung benötigt. Mit Stabheizer ergibt sich 4,6 kwh pro Monat. Auch nicht wirklich viel.

Fazit

Ein klassisches Zuchtregal mit 16 – 20 Becken auf 4 Ebenen verteilt kostet über Raumheizung betrieben bei 20 Becken also für unsere Guppyzucht rund 32 kwh somit bei 35 Cent pro kwh 11,20 Euro pro Monat.

Noch ein paar Worte zu den Wasserkosten. Diese sind regional sehr unterschiedlich. Als Berliner ist man da recht teuer im Vergleich unterwegs. So rund 5 Euro sind es pro m³. Bei einem Drittel Wasserwechsel pro Becken ergben sich bei 54 Liter Becken ca. 18 Liter pro Becken. Somit bei 20 Becken 360 Liter pro Woche und ca. 1,5 m³ pro Monat. Also 7,50 Euro pro Monat.

Wer sich also am Anfang Gedanken über die Stromkosten der benötigten Komponenten macht, kann auch eine Zuchtanlage oder ein einzelnes Becken recht kostengünstig betreiben. Umgedreht können hier Fehleinschätzungen und -planungen auch schnell zur Kostenfalle werden.

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